SW liefert nicht nur Maschinen, sondern Komplettlösungen: modulare Bearbeitungszentren, autarke Fertigungszellen, integrierte Softwarelösungen und ganzheitliche Automationskonzepte. Bei allen Lösungen stehen Präzision, Rückverfolgbarkeit und Effizienz im Mittelpunkt. So verfolgt SW konsequent das Ziel, Fertigungssysteme skalierbar und zukunftsfähig zu gestalten.
Herausforderung: Einheitliche Bedienung bei hoher Variantenvielfalt
Bei den modular aufgebauten Maschinenbaureihen im Serienstand A5 (z. B. BA W06, BA7x1 oder BA W08) war es ein Ziel, eine einheitliche Bedienlogik zu realisieren – trotz unterschiedlicher Konfigurationen und kundenspezifischer Anforderungen. Bei der Realisierung setzt SW auf eine Profinet- oder IO-Link-fähige Bedieneinheit aus dem Hause SCHLEGEL. Das Human-Machine-Interface (HMI) kommt an zentralen Zugriffsstellen der Maschinen zum Einsatz, um die Werkstückbeladung zu steuern oder für die Steuerung der Werkzeugbeladeeinrichtung.
Um unterschiedliche Funktionsanforderungen an der Maschine zu ermöglichen, wurden entsprechend die Bedieneinheiten konfiguriert. Wichtig war dabei nicht nur die technische Funktionalität, sondern auch die einheitliche Gestaltung, ein attraktives Design sowie eine einfache Integration in bestehende Systeme. Auch auf eine robuste Ausführung, hochwertige Qualität sowie eine integrierte Tastenbeschriftung wurde bei SW großen Wert gelegt. „Die SCHLEGEL-Produktserie ermöglicht die Konfiguration individueller Bedientafeln mit standardisierten und zertifizierten Busschnittstellen in attraktivem Design“, sagt René Hermle, Leiter Entwicklung Hardware.
Modular, standardisiert, anschlussfertig
Die HMI basieren auf dem Modulare Bussystem (MBS) von SCHLEGEL und lassen sich bei SW für Profinet und IO-Link direkt in die Maschinensteuerung einbinden. Das MBS ermöglich eine standardisierte und effiziente Integration der Bedientafeln. Durch die standardisierte Kommunikationsarchitektur reduziert sich der Verdrahtungsaufwand erheblich, gleichzeitig sinkt das Risiko von Verdrahtungsfehlern.
Vorkonfiguriert
Die Bedientafeln werden vorkonfiguriert und mit integrierter Beschriftung ausgeliefert. Über IO-Link lassen sich die Bedienelemente parametrieren, sodass beispielsweise Fehlfunktionen erkannt oder der Austausch von Verschleißteilen rechtzeitig veranlasst werden kann. Zusätzlich können Schaltzustände ausgelesen, Statusanzeigen überwacht, Betriebsstunden gezählt und Leuchtanzeigen kontrolliert werden – Funktionen, die Wartung und Prozessüberwachung erheblich vereinfachen.
Weitere Features des MBS sind ein Analog-Eingang mit 8-Bit-A/D-Wandlung sowie die Möglichkeit, das System unkompliziert um ein RFID-Modul zu erweitern. Auch die Helligkeit der Leuchtanzeigen lässt sich flexibel anpassen – etwa durch Dimmfunktion oder ein Nachtdesign.
Hochwertige Haptik
Positiv bewertet wird im Betrieb die hochwertige Haptik der Taster sowie die eindeutige Zuordnung der Funktionen. In der Instandhaltung profitieren die Teams von der einheitlichen Bestückung und den reduzierten Lagerbedarfen für Ersatzteile.
Die modulare Gestaltung erlaubt serienspezifische oder kundenspezifische Anpassungen – ohne die Gesamtarchitektur zu verändern. So bleibt der Maschinenpark standardisiert, aber anpassbar. Die eingesetzten HMI haben sich sowohl in der Kleinserie als auch im Serienmaßstab bewährt.
Langjährige Partnerschaft
SW und Schlegel verbindet eine langjährige Partnerschaft. Bereits seit über 20 Jahren arbeiten die Unternehmen zusammen, seit rund zehn Jahren auch im Bereich der Bedienlösungen. Besonders geschätzt wird bei SW die hohe Flexibilität von Schlegel bei individuellen Kundenanfragen, die gute Erreichbarkeit und die Innovationsfähigkeit bei neuen Anforderungen. „Durch die Innovationskraft von SCHLEGEL konnte – auch dank der seit vielen Jahren professionellen und zuverlässigen Zusammenarbeit – eine hervorragende Lösung für die SW-Bedientafeln erarbeitet werden“, so Hermle. Das umfassende Produktportfolio – von Tastern über Not-Halt bis zu Anschlusskomponenten – ermögliche SW individuelle Lösungen und bietet dabei dennoch eine durchgängig hohe Design- und Qualitätslinie.
Mit der erfolgreichen Einführung der Profinet-/IO-Link-Bedieneinheit ist die Entwicklung keineswegs abgeschlossen. Ziel bleibt es, die Mensch-Maschine-Schnittstelle noch intelligenter, vernetzter und wartungsfreundlicher zu gestalten.
Fazit
Die Integration der Profinet-/IO-Link-Bedieneinheit in die SW-Bearbeitungszentren zeigt, wie funktionale Bedienlösungen zur Effizienzsteigerung in der Fertigung beitragen können. Die Reduktion technischer Komplexität, die einfache Skalierbarkeit und der klare Bedienkomfort machen das Konzept zu einem Best-Practice-Beispiel für moderne Maschinenbedienung. Gemeinsam mit SCHLEGEL ist es SW gelungen, eine flexible Lösung zu etablieren, die sowohl heutigen Anforderungen gerecht wird als auch Raum für zukünftige Entwicklungen lässt.