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„Bei zeitkritischen Anwendungen ist ein schneller Druck auf eine Taste von Vorteil.“

Interview mit Torsten Singer zum Flexitast, der mit dem Designpreis FOCUS GOLD ausgezeichnet wurde

Für den Displaytaster Flexitast hat SCHLEGEL erstmals den renommierten Designpreis FOCUS GOLD erhalten. Im Interview erläuterte SCHLEGEL-Produktmanager Torsten Singer, warum SCHLEGEL auf mechanische Schalter setzt und welche Rolle das Design bei der Produktentwicklung spielt. 

Der Taster mit integriertem Display ist eine echte Innovation – für welche Anwendungen haben Sie ihn entwickelt?

Torsten Singer: Zum Beispiel für Maschinen, die in verschiedensprachige Länder exportiert werden oder für Applikationen, die ihren jeweiligen Status visuell auf dem Bedienelement anzeigen müssen. Man kann gleich aussehende Tastenfelder kundenspezifisch mit unterschiedlichen Funktionen belegen oder diese kurzfristig ändern. 

Eigentlich sind Touchscreens überall, dennoch setzen Sie auf mechanische Schaltelemente – warum? 

Torsten Singer: Nutzer von Touchscreens bemängeln das fehlende haptische Feedback und die teils komplizierte Auswahl, wenn zu viele Funktionen abgebildet sind. Oft müssen Bediener eine Maschine blind, also nur über den Tastsinn, bedienen können. Viele Anwendungen sind zeitkritisch und da ist ein schneller, sicherer Druck auf eine Taste von Vorteil. Ein gern zitiertes Beispiel dazu sind militärische Systeme, bei denen Touchdisplays wieder durch elektromechanische Tasten ersetzt wurde, weil sie das Bedienen exakter und schneller machen.

Zu Flexitast gehört noch ein Gateway, das die Tasten konfiguriert. Was war anspruchsvoller zu entwickeln?

Torsten Singer: Der größte Anteil floss in die Entwicklung des Flexitast, beim Gateway konnten wir auf das Wissen um bereits bestehende Produkte aus dem modularen Bussystem (MBS) zurückgreifen. Das Gateway regelt die Verwaltung und die Ansteuerung der Flexitasten, die Funktionen selbst führt der Flexitast eigenständig aus. 

Das heißt, Taster und Steuerung sind zwei Systeme? 

Torsten Singer: Ja, genau. Daher können unsere Kunden ihre Steuerungen selbst erstellen. Würde dies von uns gemacht, wäre dies als kundenspezifisch anzusehen und jedes Mal eine eigene, neue Entwicklung. Flexibilität ist die Philosophie des Flexitasts, es gibt keine Vorgaben oder ein notwendiges Produkt zur Ansteuerung, sie ist frei nach den eigenen Anforderungen umsetzbar. 

Wie relevant ist für Sie die Nähe zwischen Entwicklung, Design und Produktion? 

Torsten Singer: Design hat für uns schon immer eine große Rolle gespielt und fließt grundsätzlich in die Entwicklung und Produktion mit ein. Formgebung und hochwertige Materialien werden schon bei der Konstruktion berücksichtigt, moderne Maschinen und professionelle Fertigungsprozesse bilden die Basis für Qualitätsprodukte. Und ja, die Nähe zwischen diesen Funktionsbereichen im Unternehmen ist sehr relevant.

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