Aber auch aus Sicht der Wirtschaft ist die Zusammenarbeit ein Gewinn. „Von Bildungspartnerschaften profitieren beide Seiten“, betont Silvia Geppert von der IHK Ulm. Betriebe könnten früh Kontakt zu möglichen Auszubildenden aufbauen und ihre Angebote sichtbar machen.
„Wir freuen uns über die Kooperation. So haben wir die Möglichkeit, Jugendliche auf dem Weg in den passenden Beruf zu unterstützen – und gleichzeitig auf unsere Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Weber. Das Familienunternehmen, das Komponenten zur Steuerung von Maschinen und Anlagen herstellt und weltweit vertreibt, bietet derzeit sieben Ausbildungsberufe und vier duale Studiengänge an.
Austausch auf Augenhöhe
Nachwuchs zu gewinnen, ist für viele Betriebe schwieriger geworden. Schlegel setzt deshalb, wie viele Betriebe in der Region, auf mehrere Wege: Präsenz auf Ausbildungsmessen, Bildungspartnerschaften, Schnupperpraktika und sogenannte Ausbildungsbotschafter, die in Schulen aus ihrem Alltag berichten. Gerade dieser Austausch „auf Augenhöhe“ sei besonders wirksam, so Geppert.
Für die Joseph-Christian-Gemeinschaftsschule ist es nicht die erste Kooperation dieser Art. Sie arbeitet bereits mit mehreren Unternehmen aus der Region zusammen. Auch Schlegel pflegt Partnerschaften mit zwei weiteren Schulen der Region.