Größtes Bauprojekt der Firmengeschichte
Schlegel investiert einen Millionenbetrag in einen Neubau und setzt damit das größte Bauprojekt seiner Geschichte um. Mit dem Neubau wird die Erweiterung von 2015 auf der anderen Seite des Stammhauses gespiegelt, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Für den Rohbau werden rund 2.350 Kubikmeter Beton und 550 Tonnen Stahl benötigt, erläuterte Architekt Axel Munz vom Büro JKLM. Durch die Erweiterung wächst die Nutzfläche um fast 50 Prozent auf 8500 Quadratmeter. Darauf entstehen Bereiche für Produktion, Logistik und Büros sowie ein neuer Empfangsbereich.
Platz für Wachstum und Automatisierung
„Mit dem Neubau schaffen wir den Raum, um der steigenden Nachfrage nach unseren Steuerungs- und Bedienelementen gerecht zu werden – insbesondere bei modernen vernetzten Schnittstellen wie RFID, IO-Link und EtherCAT“, erklärte Christoph Schlegel.
Gleichzeitig schafft die Erweiterung die Voraussetzungen für eine stärkere Automatisierung der Produktion. Diese sei notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Dürmentingen langfristig zu sichern.
Mittelstand als Stärke der Region
In ihren Grußworten hoben die Gäste die Stärken der regionalen Wirtschaftsstruktur hervor: mittelständisch geprägt, familiengeführt und innovativ. SCHLEGEL sei ein Hidden Champion: weltweit erfolgreich, hochinnovativ und zugleich fest in der Region verwurzelt, betonte Landrat Mario Glaser. Und der Neubau sei ein gutes Zeichen in schwierigen Zeiten. Glaser warb um mehr Zuversicht. Deutschland verfüge über wichtige Standortvorteile wie Verlässlichkeit und Rechtssicherheit.
Auch IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Engstler-Karrasch sprach sich für mehr Vertrauen in die wirtschaftliche Stärke der Region aus. Die IHK-Region gehöre zu den dynamischsten Regionen des Landes, der Landkreis Biberach sei ein Leuchtturm. Deutschland sei zwar manchmal langsam, aber verlässlich.
Gesellschaftliches Engagement
Bürgermeister Dietmar Holstein bezeichnete SCHLEGEL als wichtigen Teil der „Gewerbefamilie“ der Gemeinde. Das Unternehmen engagiere sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich in der Kommune. „Auch wir als Gemeinde dürfen stolz sein, ein solches Unternehmen hier zu haben“, sagte Holstein.
Machermentalität
Christoph Fritschle vom ausführenden Bauunternehmen bescheinigte SCHLEGEL eine ausgeprägte „Machermentalität“. Er dankte für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit, die sich bereits beim Erweiterungsbau im Jahr 2015 bewährt habe.
Seniorchef Eberhard Schlegel erinnerte daran, dass der Name Schlegel aus dem Bergbau stammt. Passend dazu zitierte er den traditionellen Bergmannsgruß „Glück auf“.
Zum Abschluss setzten die Gäste, die Geschäftsführung und die Projektbeteiligten ihre Bauhelme auf und griffen zum symbolischen ersten Spatenstich. Der Bau kann beginnen.