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Spatenstich: SCHLEGEL startet größtes Bauprojekt in der Firmengeschichte

Das Elektrotechnik-Unternehmen investiert in Wachstum und Innovation am Standort

Mit einem offiziellen Spatenstich hat das Elektrotechnik-Unternehmen SCHLEGEL den Startschuss für einen Neubau in Dürmentingen gegeben. „Der Neubau stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und schafft die bauliche Grundlage für weitere Innovationen“, sagte Geschäftsführer Christoph Schlegel. 

Zu dem kleinen Festakt begrüßte Schlegel zahlreiche Ehrengäste, darunter die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Dahler (CDU) und Martin Gerster (SPD), den Landtagsabgeordneten Berat Gürbüz (Grüne), Landrat Mario Glaser, Bürgermeister Dietmar Holstein sowie die IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Engstler-Karrasch. In seiner Rede bezeichnete Christoph Schlegel den Neubau als klares Bekenntnis zum Standort Dürmentingen und zum Standort Deutschland. „Wir investieren aus voller Überzeugung in unseren Standort“, betonte er. 

Fundament aus 80 Jahren Unternehmensgeschichte 

Der Geschäftsführer blickte auch auf die mehr als 80-jährige Geschichte des Familienunternehmens zurück. „Mein Dank gilt heute unserer Gründergeneration und den nachfolgenden Generationen. Sie haben SCHLEGEL durch erfolgreiche wie auch durch herausfordernde Zeiten geführt, Verantwortung übernommen und den Weg geebnet, auf dem wir heute weiterbauen dürfen.“ 

Bereits Firmengründer Georg Schlegel legte mit Reihenklemmen und Befehlsgeräten den Grundstein für das heutige Produktportfolio. Unter Eberhard Schlegel wurde das Unternehmen international ausgerichtet und das Thema Design stärker in den Mittelpunkt gerückt. Die aktuelle Generation prägt vor allem die Themen Digitalisierung, Vernetzung, Automatisierung und Elektronik.

Größtes Bauprojekt der Firmengeschichte 

Schlegel investiert einen Millionenbetrag in einen Neubau und setzt damit das größte Bauprojekt seiner Geschichte um. Mit dem Neubau wird die Erweiterung von 2015 auf der anderen Seite des Stammhauses gespiegelt, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Für den Rohbau werden rund 2.350 Kubikmeter Beton und 550 Tonnen Stahl benötigt, erläuterte Architekt Axel Munz vom Büro JKLM. Durch die Erweiterung wächst die Nutzfläche um fast 50 Prozent auf 8500 Quadratmeter. Darauf entstehen Bereiche für Produktion, Logistik und Büros sowie ein neuer Empfangsbereich. 

Platz für Wachstum und Automatisierung

„Mit dem Neubau schaffen wir den Raum, um der steigenden Nachfrage nach unseren Steuerungs- und Bedienelementen gerecht zu werden – insbesondere bei modernen vernetzten Schnittstellen wie RFID, IO-Link und EtherCAT“, erklärte Christoph Schlegel. 

Gleichzeitig schafft die Erweiterung die Voraussetzungen für eine stärkere Automatisierung der Produktion. Diese sei notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Dürmentingen langfristig zu sichern. 

Mittelstand als Stärke der Region 

In ihren Grußworten hoben die Gäste die Stärken der regionalen Wirtschaftsstruktur hervor: mittelständisch geprägt, familiengeführt und innovativ. SCHLEGEL sei ein Hidden Champion: weltweit erfolgreich, hochinnovativ und zugleich fest in der Region verwurzelt, betonte Landrat Mario Glaser. Und der Neubau sei ein gutes Zeichen in schwierigen Zeiten. Glaser warb um mehr Zuversicht. Deutschland verfüge über wichtige Standortvorteile wie Verlässlichkeit und Rechtssicherheit. 

Auch IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Engstler-Karrasch sprach sich für mehr Vertrauen in die wirtschaftliche Stärke der Region aus. Die IHK-Region gehöre zu den dynamischsten Regionen des Landes, der Landkreis Biberach sei ein Leuchtturm. Deutschland sei zwar manchmal langsam, aber verlässlich. 

Gesellschaftliches Engagement 

Bürgermeister Dietmar Holstein bezeichnete SCHLEGEL als wichtigen Teil der „Gewerbefamilie“ der Gemeinde. Das Unternehmen engagiere sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich in der Kommune. „Auch wir als Gemeinde dürfen stolz sein, ein solches Unternehmen hier zu haben“, sagte Holstein. 

Machermentalität

Christoph Fritschle vom ausführenden Bauunternehmen bescheinigte SCHLEGEL eine ausgeprägte „Machermentalität“. Er dankte für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit, die sich bereits beim Erweiterungsbau im Jahr 2015 bewährt habe. 

Seniorchef Eberhard Schlegel erinnerte daran, dass der Name Schlegel aus dem Bergbau stammt. Passend dazu zitierte er den traditionellen Bergmannsgruß „Glück auf“. 

Zum Abschluss setzten die Gäste, die Geschäftsführung und die Projektbeteiligten ihre Bauhelme auf und griffen zum symbolischen ersten Spatenstich. Der Bau kann beginnen.

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